 |
|
|
 |
| |
| Kambodscha liegt auf der indochinesischen Halbinsel in Südostasien. In Kambodscha leben rund 14,4 Millionen Menschen. Das Königreich teilt Grenzen mit Thailand, Vietnam und Laos. Der Südwesten des Landes hat eine Küstenlänge von rund 450 km. Im Nordosten und entlang der Küste erstrecken sich Gebirgszüge mit einer Höhe von bis zu 1800m. Das Klima ist tropisch-monsunal. |
| Steckbrief Kambodscha |
| Offizieller Name: |
Königreich Kambodscha |
| Staatsform: |
Konstitutionelle Monarchie |
| König: |
Norodom Sihamoni |
| Premierminister: |
Hun Sen |
| Fläche: |
181 035 km² |
| Hauptstadt: |
Phnom Penh (ca. 1,6 Mio. Ew.) |
| Bevölkerung: |
ca. 14 Mio. Einwohner |
| Bevölkerungswachstum: |
ca. 2 % pro Jahr |
| Pro-Kopf-Einkommen: |
806 USD |
| Amtssprache: |
Kambodschanisch (Khmer) |
| Staatsreligion: |
Theravada-Buddhismus |
| Währung: |
Riel (1 USD = ca. 4'000 Riel) |
| Klima: |
tropisch-monsunal, Regenzeit von Mai bis Oktober |
| Zeitzone: |
MEZ plus 6 Std |
| Landesvorwahl: |
+855 |
|

Kambodscha gehört mit Vietnam und Laos zur Indochinesichen Halbinsel. Die Fläche des Landes beträgt rund 181’000 km². Kambodscha hat gemeinsame Grenzen mit Laos, Vietnam und Thailand. Die Küste am Golf von Thailand ist ca. 400 km lang. Zu Kambodscha gehören auch zahlreiche kleinere Inseln. Das Land besteht hauptsächlich aus dem sog. Kambodschanischen Becken, das nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt und im Norden, Westen und Osten von drei Gebirgen gesäumt wird. Mit einer Höhe von 1’813 m ist der Phnom Aural der höchste Punkt des Landes. Die Lebensadern von Kambodscha bilden der Mekong, der Kambodscha auf einer Länge von rund 500 km durchfließt und der Tonle Sap See, der über den Tonle Sap Fluss mit dem Mekong verbunden ist. Während der Regenzeit schwillt der Mekong so stark an, dass weite Teile des Tieflandbeckens überschwemmt werden und der Tonle Sap Fluss seine Flussrichtung ändert und den See mit Wasser speist, so dass sich seine Fläche um ein Vielfaches ausdehnt.

|
|
 |
| |
Phnom Penh
Kambodschas quirlige Hauptstadt (ca. 1.6 Mio. Einw.) liegt am Zusammenfluss der Flüsse Tonle Sap und Mekong. Der Legende nach kommt der Name der Stadt von einer reichen, verwitweten Frau namens Penh, die auf einem künstlichen Hügel (Phnom) einen Tempel errichten ließ, nachdem sie am Ufer des Mekong vier Buddha-Statuen gefunden hatte. Offiziell wurde die Stadt nach der Zerstörung von Angkor von König Ponhea Yat im Jahre 1434 gegründet. Zwar entwickelt sich Phnom Penh zu einer typischen asiatischen Großstadt, man findet aber weiterhin alte Kolonialgebäude und Villen aus der Zeit der französischen Herrschaft.
Sehenswert sind der Königspalast und die Silberpagode, das Nationalmuseum mit zahlreichen Exponaten aus der Zeit des Khmerreiches und folgenden Epochen und natürlich der Wat Phnom, das Wahrzeichen der Stadt, von wo aus man einen herrlichen Blick über die Stadt genießen kann. Ein eindrückliches Mahnmal an die Tyrannei der Khmer Rouge ist das Toul-Sleng-Genozid-Museum.
Von Phnom Penh aus kann man auch eine Vielzahl von Tagesausflügen unternehmen. Besonders attraktiv sind Bootsfahrten auf dem Tonle Sap und Mekong und ein Besuch unterwegs zur Seideninsel oder ein Ausflug nach Oudong, der ehemaligen Hauptstadt sowie zu den schwimmenden Dörfern bei Kampong Chhnang.

Siem Reap
Als Ausgangsort zum Besuch der Tempel von Angkor ist Siem Reap (ca. 120'000 Einwohner) das touristische Zentrum Kambodschas. Entsprechend bietet Siem Reap eine riesige Auswahl an Unterkünften, vom Spitzenhotel bis zur einfachen Herberge. Die pittoreske Innenstadt bietet dem Besucher eine Vielzahl von Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Neben den Tempeln von Angkor gibt es in und um Siem Reap zahlreiche weitere Ausflugsziele. Besonders lohnt sich der Besuch eines schwimmenden Dorfes auf dem Tonle Sap See oder ein Abstecher ins einmalige Vogelschutzgebiet Prek Toal im nördlichen Ufergebiet des Sees. Von der Anlegestelle in Seam Reap kann man mit dem Schnellboot in ca. 4 Stunden nach Phnom Penh fahren.
Tempel von Angkor
In der Gegend um Siem Reap gibt es Dutzende von Tempelanlagen. Die meisten davon befinden sich innerhalb des Angkor Archeological Park, rund sieben Kilometer nördlich von Siem Reap. Erstbesichtigungen sollten zumindest den legendären Angkor Wat, das größte sakrale Bauwerk der Welt, den Bayon mit seinen mysteriösen Gesichtstürmen sowie die Anlagen der Stadt Angkor Thom mit ihren architektonisch interessanten Terrassen und beeindruckenden Tempelbergen umfassen. Dabei können unterwegs auch andere bedeutende Bauwerke, wie das Südtor von Angkor Thom oder kleinere Bauwerke besucht werden. Für eine umfangreiche Besichtigung der Tempelanlagen von Angkor sollte man mindestens zwei ganze Tage einplanen. Besichtigungen lassen sich mit dem Tuk Tuk, Auto oder mit dem Fahrrad durchführen. Das Gelände der Tempelanlagen ist zu weitläufig, als dass es ausschließlich zu Fuß erkundet werden könnte.
Battambang
Battambang ist die zweitgrößte Stadt Kambodschas und hat eine Bootsverbindung mit Siem Reap. Die gleichnamige Provinz ist als Reisschüssel des Landes bekannt und viele Agrarprodukte, darunter auch die Battambang-Orange, erfreuen sich großer Beliebtheit in ganz Kambodscha.
In der am Fluss Sangkar gelegenen Stadt befinden sich noch immer zahlreiche Bauten aus der französischen Kolonialzeit, welche Battambang eine besondere Atmosphäre verleihen. In der malerischen Umgebung gibt es viele Tempel und traditionelle Dörfer zu entdecken. Besonders lohnt sich ein Besuch der Wallfahrtsstätte auf dem Phnom Sampeu mit ihren buddhistischen Höhlentempeln und des Hügels Phnom Banom mit den fünf Türmen eines buddhistischen Tempels aus dem 12. Jahrhundert.
Kampong Thom
Kampong Thom liegt in der Mitte von Kambodscha am Stung Sen Fluss. Lange Zeit war die Provinz relativ unerschlossen und wurde von Touristen nur selten besucht. Daher ist Kampong Thom nach wie vor eine Region, wo herkömmliche kambodschanische Bräuche und Lebensgewohnheiten erlebt werden können. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Berg Phnom Santuk, der eine Anzahl von Heiligtümern beherbergt, und vor allem die “Versunkene Stadt im Urwald”, Sambor Pre Kuk. Vormals bekannt als Isanapura, war die Stadt zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert Hauptstadt des Chenla-Reiches. Auch lohnt sich ein Besuch der nahe gelegenen Seidenfarm von Santuk.
Sihanoukville (Kompong Som)
Die Hafenstadt liegt im Südwesten Kambodschas, ca. 230 km von Phnom Penh entfernt am Golf von Thailand. In und nahe der Stadt befinden sich die schönsten Strände des Landes. Die touristische Infrastruktur ist gut entwickelt, und das Hotel- und Restaurantangebot ist riesig. Dennoch ist Sihanoukville nicht so mondän und kommerziell wie viele der thailändischen Badeorte.
Das Meer um Sihanoukville ist ideal für Wassersportarten wie Tauchen, Schnorcheln und Segeln, aber auch zum Fischen. Besonders attraktiv sind die zahlreichen vor der Bucht von Sihanoukville liegenden, teils unbewohnten Inseln mit ihren idyllischen weißen Sandstränden. Sie gelten noch immer als echte Geheimtipps.
Ein weiteres lohnendes Ausflugsziel ist der Ream National Park. Das Naturschutzgebiet bietet dichte Mangrovenwälder, einsame Sandstrände, Korallenriffe und lädt ein zum Beobachten der vielfältigen Tierwelt.
|
|
 |
| |
Kampot
Das ruhige, beschauliche Städtchen am Fluss Stoeng-Keo ist ein idealer Ausgangspunkt für verschiedene Exkursionen ins Hinterland sowie das Elefantengebirge mit dem ehemaligen Bergkurort Bokor. Empfehlenswert ist auch ein Besuch einer der vielen Pfefferplantagen sowie der Höhlentempel in der Umgebung.
Kep
Der ehemalige Ferienort der kambodschanischen Elite erfreut sich nach dessen Zerstörung durch die Khmer Rouge wieder zunehmender Beliebtheit. Es gibt eine Reihe von Hotels verschiedener Kategorien und ausgezeichnete Restaurants, die frischen Fisch und Meeresfrüchte servieren. Der Strand in Kep ist nicht besonders attraktiv. Jedoch lohnt sich ein Ausflug auf die Insel Koh Tonsay, auf der ein paar Fischerfamilien wohnen, und die mit einem palmenumsäumten Sandstrand mit klarem Wasser aufwartet.
Koh Kong
Die Grenzstadt an der Küste ist nicht nur als Ausflugsziel für Glückspieler bekannt: Sie ist auch Ausgangsort für zahlreiche Exkursionen in die Umgebung mit vielen attraktiven Ökotourismus-Möglichkeiten im von dichtem Dschungel überwachsenen Kardamom-Gebirge. Besonders attraktiv sind auch die vorgelagerte Insel Koh Kong und die vielen unberührten Flussläufe, die zu faszinierenden Bootstouren einladen.
Kampong Cham
Die Mekong-Stadt Kampong Cham ist Kambodschas drittgrößte Stadt und das Zentrum der gleichnamigen Provinz, die vor allem wegen ihrer riesigen Kautschuk-Plantagen bekannt ist. Von Touristen wird Kompong Cham mehrheitlich als Zwischenstation auf dem Weg zu den Provinzen im Nordosten besucht.
Eine Sehenswürdigkeit der Gegend ist der Wat Nokor, ein im 11. Jahrhundert gegründeter Mahayana-Buddhismus-Tempel. Ein Besuch wert sind ebenfalls die beiden Hügel Phnom Proh (“Berg der Männer”) und Phnom Srey (“Berg der Frauen”), von denen aus man eine prächtige Aussicht über die Landschaft genießen kann. Auch lohnt sich der Besuch einer Kautschuk-Plantage.
Kratie
Auch Kratie (gesprochen Gratschä) liegt am Mekong, der das Leben der Bevölkerung weitgehend bestimmt und deren wichtigste Lebensader darstellt. Die größte Attraktion der Provinz sind bestimmt die selten gewordenen Süßwasserdelphine (Irrawaddy-Delphine), die man nicht weit flussaufwärts von Booten aus beobachten kann. Kratie bietet auch zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren entlang des malerischen Mekong-Ufers oder auf einer der idyllischen Inseln. Als besonderes Erlebnis bietet sich hier die Möglichkeit, als Gast bei einer Khmer-Familie zu übernachten und so das Leben der Einheimischen hautnah kennen zu lernen.

Stung Treng
Stung Treng gehört zu den am dünnsten besiedelten Provinzen Kambodschas. Entsprechend ist die Landschaft mehrheitlich von Busch- und tropischem Regenwald geprägt, und die meisten Menschen leben entlang den Ufern des Mekong und des Tonle San. Für Naturliebhaber bietet Stung Treng ausgezeichnete Wander- Bootsfahrt- und Biking-Möglichkeiten in der wilden Flusslandschaft des Mekong.
Mondulkiri
Großflächig mit dichtem Dschungel bedeckt, ist die Provinz Mondulkiri besonders bevölkerungsarm und vom Tourismus noch weitgehend unberührt geblieben, so dass hier eine große Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen bewundert werden kann. Mit seinem verhältnismäßig kühlen Klima ist das Gebiet dieser Hochlandprovinz geradezu ideal, um auf Trekking-Touren die Schönheit der Natur zu genießen, wilde Tiere zu beobachten und während Besuchen von Dörfern ethnischer Minderheiten die ursprüngliche Lebensart der dort lebenden Menschen kennenzulernen.

Rattanakiri
Rattanakiri ist die nordöstlichste Provinz und Heimat verschiedener ethnischer Minoritäten, die in abgelegenen Gebieten weiterhin in ihrer Tradition leben. Die Landschaft dieser an Vietnam und Laos grenzenden Provinz ist geprägt von dichtem Dschungel und zahlreichen wilden Flussläufen, die sich durch die Hügellandschaft schlängeln. Weiterhin leben hier seltene Tiere wie Tiger, Leoparden, verschiedene Affenarten und Elefanten und vermutlich sogar das als fast ausgestorben geltende Java-Nashorn. Viele Gebiete eignen sich ausgezeichnet für diverse Soft-Adventure-Touren, sei es per Boot, zu Fuß oder auf dem Rücken eines Elefanten. |
|
|