Praktische Hinweise

Ankunft und Abreise
Nach der Landung in Phnom Penh und Siem Reap können Besucher direkt am Flughafen ein Visum für einen Monat erwerben.

Flughafensteuer beim Verlassen des Landes:
Abflug vom Internationalen Flughafen Phnom Penh:
Kambodschanische Destination: 6 USD
Internationale Destination: 25 USD

Siem Reap Flughafen:
Kambodschanische Destination: 6 USD
Internationale Destination: 25 USD

Elektrische Geräte
Spannung: 220V, 50 Hz. Es ist zu beachten, dass es insbesondere außerhalb der Großstädte oft zu Unterbrüchen in der Stromversorgung kommen kann.

Währung und Zahlungsmittel
Der Riel ist die offizielle kambodschanische Währung. USD werden grundsätzlich im ganzen Land als Zahlungsmittel akzeptiert. Da in Kambodscha nur in Städten Geldautomaten zur Verfügung stehen, sollten Reisende in ländlichen Regionen stets genug Bargeld in USD in kleinen Scheinen auf sich tragen. Wenig verbreitet sind Kreditkarten sowie Banken außerhalb von Phnom Penh, Siem Reap, Sihanoukville, Battambang und Kampong Chang, die bereit sind, Reiseschecks einzulösen. Bargeldbezüge mit Kreditkarte sind in Phnom Penh, Siem Reap, Sihanoukville und Battambang möglich.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist vor allem in den ländlichen Gebieten noch immer unzulänglich. Im Falle einer notwendigen Operation oder umfangreicheren Behandlung ist zu empfehlen, sich dieser in einem der Nachbarländer Singapur, Thailand oder Malaysia zu unterziehen.
 
Bekleidung
Da in Kambodscha das ganze Jahr über tropische Temperaturen herrschen, ist leichte Sommerkleidung angemessen - Sonnenbrille und Kopfbedeckung nicht vergessen! Während der Monsunzeit zwischen Juni und Oktober ist leichte Regenkleidung sehr nützlich. Falls Sie in die Bergregionen (Mondulkiri, Rattanakiri, Kardamom-Gebirge) reisen, ist warme Kleidung wegen der nachts kühlen Temperaturen empfehlenswert. Wanderungen in unwegsamem Gelände sind nicht ohne gutes Schuhwerk zu bewältigen.
 
Klima
Während der Regenzeit zwischen Mai und Oktober bläst der Südwestmonsun und bringt dem Land heftige Regenfälle, die aber oft nur wenige Minuten anhalten. Dauerregen, wie man ihn in Europa kennt, ist selten.
Die Trockenzeit dauert von November bis April. Während die Temperaturen das ganze Jahr hindurch fast konstant bleiben ist die Luftfeuchtigkeit hohen Schwankungen unterworfen. Sie reicht bis zu 90 Prozent in der Regenzeit bis weniger als 50 Prozent in der Trockenzeit. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen 30 und 34 Grad.
 
Essen
Fisch und Reis sind die Hauptbestandteile der meist stark gewürzten Mahlzeiten, obwohl auch Gerichte aus Schweine-, Rind- und Hühnerfleisch sowie aus Meeresfrüchten gerne verzehrt werden. Chinesische, thailändische und indische Gerichte sind in Kambodscha weit verbreitet. In den Touristenzentren werden inzwischen auch italienische und französische Gerichte angeboten.

Sicherheit
Da Gewaltverbrechen an Touristen hierzulande sehr selten sind, ist das Reisen in Kambodscha im Allgemeinen sehr sicher. Sogar Taschendiebstahl ist weitgehend auf Phnom Penh beschränkt. Die meisten Hotels haben Schließfächer zur sicheren Aufbewahrung von Wertgegenständen. Vorsicht ist in gewissen abgelegenen Gegenden geboten, da vielerorts die Landminen noch nicht geräumt worden sind. Daher sollten die Pfade niemals verlassen werden. Ortskundige Führer sind zu empfehlen.

Bräuche und Sitten
In der kambodschanischen Kultur werden negative Gefühle wie Verärgerung oder Ungeduld nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Vielmehr ist Ruhe und Besonnenheit in der Lösung von Problemen am Platz.
Reisende sollten sich den Sitten des Landes entsprechend kleiden, d.h. die Schultern sollten ganz und die Beine bis zu den Knien bedeckt sein. Die Schuhe sind vor dem Betreten von Tempeln und privater Wohnräume auszuziehen. Beim Sitzen muss darauf geachtet werden, dass die Füße weder in Richtung des Altars noch des wichtigsten religiösen Bildes zeigen. Arme und Beine sind vollständig bedeckt zu halten, insbesondere sollten keine kurzen Röcke und Shorts oder knappe Oberteile getragen werden.
Das Zeigen auf andere Leute oder auch Gegenstände mit dem Finger gilt als unhöflich. Der Kopf sollte nie berührt werden, da er als das heiligste Körperteil angesehen wird.
In der Besprechung politischer Themen ist Sensibilität und Zurückhaltung geboten.

Sprache
Die Mehrheit der Kambodschaner spricht Khmer, das der Mon-Khmer Sprachgruppe angehört und dessen Schrift mit Devanagari verwandt ist. Eine zunehmende Anzahl junger Kambodschaner in den Städten spricht Englisch, während manche ältere Einwohner des Landes Französisch können. Trotz einfacher Grammatik ist Khmer aufgrund der schwierigen Aussprache relativ schwierig zu erlernen.
 
Trinkgelder
Einheimische Reiseleiter, Träger und Angestellte in westlichen Hotels und Restaurants sind dankbar für angemessene Trinkgelder.

Zeit
Der Zeitunterschied zwischen Kambodscha und Deutschland beträgt 6 Stunden (MEZ + 6 h). Während der europäischen Sommerzeit reduziert sich dieser auf 5 Stunden.

 

Viele Südostasien-Reisende beschränken ihren Besuch in Kambodscha immer noch auf einen kurzen Abstecher zum grandiosen Weltkulturerbe Angkor. Das ist schade, denn seit gut einem Jahrzehnt lässt sich das in weiten Teilen vom Massentourismus noch unentdeckte Königreich sicher bereisen und lädt ein zu unvergesslichen Erlebnissen.

Den Gast erwartet ein breit gefächertes und kontrastreiches Angebot an Reisemöglichkeiten. Es reicht von Trekking-Abenteuern in der unberührten Natur der zahlreichen Nationalparks über erlebnisreiche Überlandtouren oder erholsame Badeaufenthalte an einem der weißen Sandstrände im Süden bis hin zu ausführlichen Erkundungsreisen der über das ganze Land verstreuten Sakralbauwerke. Diese sind Zeugnis einer Hochkultur, von der die Tempelanlagen von Angkor der Hauptanziehungspunkt sind und die im Programm eines Erstbesuchers nicht fehlen sollten.

 

Doch Kambodscha wartet auch mit einer Vielzahl von weniger offensichtlichen Reizen auf. Dazu zählen zweifelsohne die zahlreichen kleinen, aber faszinierenden Entdeckungen, die man immer wieder macht, sei es bei einer Cyclo-Fahrt durch die quirlige Hauptstadt Phnom Penh oder beim Beobachten des ursprünglichen Landlebens in einem kleinen Dorf in der Provinz.

Überhaupt gehören zu den fesselndsten Reiseerlebnissen die vielen Begegnungen mit den gastfreundlichen Menschen, die ihr verzauberndes Lächeln und ihren Charme trotz ihres oft harten Lebens nicht verloren haben. Sie sind es, die dem Reisenden zu authentischen Erlebnissen verhelfen und Kambodscha erst recht zu einem lohnenden Reiseziel machen.

Willkommen im Reich der Khmer!

   

Geografie
Kambodscha gehört mit Vietnam und Laos zur Indochinesischen Halbinsel. Die Fläche des Landes beträgt rund 181’000 km². Kambodscha hat gemeinsame Grenzen mit Laos, Vietnam und Thailand. Die Küste am Golf von Thailand ist ca. 400 km lang. Zu Kambodscha gehören auch zahlreiche kleinere Inseln.

Kambodscha besteht hauptsächlich aus dem sogenannten Kambodschanischen Becken, das nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt und im Norden, Westen und Osten von drei Gebirgen gesäumt wird. Mit einer Höhe von 1’813 m ist der Phnom Aural der höchste Punkt des Landes. Die Lebensadern von Kambodscha bilden der Mekong, der Kambodscha auf einer Länge von rund 500 km durchfließt und der See Tonle Sap, der über den Fluss Tonle Sap mit dem Mekong verbunden ist. Während der Regenzeit schwillt der Mekong so stark an, dass weite Teile des Tieflandbeckens überschwemmt werden und der Tonle Sap Fluss seine Flussrichtung ändert und den See mit Wasser speist, so dass sich seine Fläche um ein Vielfaches ausdehnt.

Klima
Kambodschas Klima ist tropisch und von saisonalen Monsunen geprägt. Es gibt zwei ausgeprägte Jahreszeiten: die Regenzeit zwischen Mai und Oktober, die dem Land durch den Südwest-Monsun viel Regen bringt, und die Trockenzeit zwischen November und April, in der es sehr selten regnet und trockene, kontinentale Luft das Wetter bestimmt. Der regenreichste Monat ist der Oktober. Während der Regenzeit kommen starke aber kurze, selten über eine halbe Stunde andauernde Regengüsse häufig vor. Dauerregen, wie man ihn in Europa kennt, gibt es fast nie.

Klimatabelle


 

Bevölkerung und Mentalität
Ungefähr 90 Prozent der ca. 14 Millionen Kambodschaner gehören zur Volksgruppe der Khmer. Zu den im Land lebenden Minderheiten gehören Vietnamesen, Chinesen, Cham und die Khmer Loeu, die im Nordosten lebenden Ureinwohner.
Nur ca. 20 Prozent der Bevölkerung leben in Städten.

Mit einem Bevölkerungswachstum von rund zwei Prozent pro Jahr zählt Kambodscha zu den am schnellsten wachsenden Ländern in der Region. Über 40 Prozent der Menschen sind jünger als 15 Jahre, wogegen nur rund drei Prozent älter als 65 Jahre alt sind. Die Lebenserwartung liegt bei rund 58 Jahren. Weiterhin ist die Analphabetenrate mit 30 Prozent sehr hoch.

Allgemein gelten die Kambodschaner als sehr tolerant, gastfreundlich und hilfsbereit. Nach den unfassbaren Leiden des Krieges haben sich die Menschen ein stark ausgeprägtes Harmoniebedürfnis angeeignet. Konflikten und Problemen begegnet man oft mit einem Lächeln und versucht sie mit Kooperationsbereitschaft zu lösen. Es ist deshalb sehr unklug und macht einen schlechten Eindruck, negativen Gefühlen wie Verärgerung, Ungeduld oder gar Aggression freien Lauf zu lassen.

 

 
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